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Willkommen bei "the web hates me". Mittlerweile hat unser Team ein tolles neues Monitoringtool für Agenturen gelauncht. Unter dem Namen koality.io haben wir einen Service geschaffen, der er Agenturen ermöglicht mit sehr geringen Kosten alle Ihre Webseiten zu überwachen.

Dein Projekt ist nichts besonderes!

Ich bin Qualitätsmanager und dazu noch ein fauler Mensch. Zwei Eigenschaften die einem helfen können in Standards zu denken. Aber jetzt erstmal eine passende Geschichte dazu.

Ich kenne viele Webentwicklung und würde mich auch noch dazu zählen. Irgendwo da tief in meinem Herzen ist da noch so ein Stück Code, das da nicht raus will. Wenn man mit Entwicklern über ihre Projekte redet, dann ist eines immer besonderer als das andere. Was auch schön ist, denn das bedeutet, dass man sich mit seiner Aufgabe identifiziert. Wir bauen fast alle Individualsoftware und unsere Anforderungen sind ganz anders als die der anderen. Zumindest ist das so ein Grundgefühl, das ich bekomme, wenn ich mit (jungen) Entwicklern rede.

Prinzipiell ist dies nicht schlimm. Besonders zu sein hat ja auch was. Dieser „Fakt“ wird nur sehr häufig dazu genutzt sich gegen Standards zu entscheiden. „Warum nehmt ihr nicht ein existierendes Framework?“, „Die passen alle nicht auf unser Projekt, da müssten wir zu viel umschreiben“. Wenigstens benutzen sie in dem Fall eine Standardantwort. Wir glauben also, dass unser Projekt so besonders ist, dass wir alles selbst machen müssen.

Ich glaube ja diese Annahme ist falsch. Ich glaube schon, dass es heutzutage noch Projekte gibt, die besonders sind oder die irgendwann mal besonders sein können. Das stimmt schon. Ich glaube aber, dass Projekte, die besonders sind trotzdem aus Komponenten zusammengesetzt werden können, die bereits existieren. Nicht die Teilkomponenten sind einzigartig, sondern deren Komposition. Und ich glaube das wird zu oft vergessen.

Nehmen wir ein Beispiel. Eine Webseite, die wir alle täglich mehrmals besuchen: www.gala.de. Standardartikel, Bildergalerie, Kommentare, Traffic und eine Wissensdatenbank. Gala. Fertig. Für die Leute, die die Webseite gebaut haben war aber klar, dass man ganz viel individuell machen muss. Aufbau auf Symfony2, aber von dort alleine loslaufen. So im Nachhinein keine gute Idee.

In der letzten Zeit habe ich diese Einzigartigkeit zwar nicht mehr so häufig gehört, aber ich glaube das liegt daran, dass die Projekte in denen ich arbeite wirklich nicht besonders sind (zumindest aus einer technisch innovativen Sichtweise heraus). Oder ich einfach mit den richtigen Leuten zusammenarbeite.

Über den Autor

Nils Langner

Nils Langner ist der Gründer von "the web hates me" und auch der Hauptautor. Im wahren Leben leitet er das Qualitätsmanagementteam im Gruner+Jahr-Digitalbereich und ist somit für Seiten wie stern.de, eltern.de und gala.de aus Qualitätssicht verantwortlich. Nils schreibt seit den Anfängen von phphatesme, welches er ebenfalls gegründet hat, nicht nur für diverse Blogs, sondern auch für Fachmagazine, wie das PHP Magazin, die t3n, die c't oder die iX. Nebenbei ist er noch ein gern gesehener Sprecher auf Konferenzen. Herr Langner schreibt die Texte über sich gerne in der dritten Form.
Kommentare

10 Comments

  1. Hallo Nils,

    was genau ist denn damit gemeint: „Aufbau auf Symfony2, aber von dort alleine loslaufen. So im Nachhinein keine gute Idee.“?

    Symphony2 ist doch an sich nicht verkehrt. Oder was ist da schief gelaufen?

    Liebe Grüße

    Reply
    • Hi Klaus, Symfony2 ist toll und sicherlich das Beste, was der PHP-Markt zur Zeit hergibt. Das Problem ist nur, dass wir ein CMS gebraucht haben und das ist Symfony nicht. Das ganze, Seitenrendern und Menüs verwalten haben wir also alles selber gemacht. Obwohl es da fertige Lösungen auf dem Markt gibt.

      Reply
      • Ach so, also habt ihr Symfony gar nicht genutzt. Quasi angetestet und dann wieder verworfen?

        Stecke derzeit in einer Ähnlichen Geschichte, wenn auch eher andersherum. Ich setzte das erste Mal das ZF 2 ein und habe die Befürchtung, dass ich mich davon zu weit weg bewege auch wenn alles so läuft wie es soll.

        Liebe Grüße

        Reply
    • Wir haben Symfony2 bis zum Ende eingesetzt, aber waren nach einen Jahr erst so weit, dass wir Artikeln rendern konnten und andere Basisfeatures beherrscht hatten. Aber das natürlich besonders toll.

      Reply
  2. Den Absatz „Ich glaube aber, dass Projekte, die besonders sind trotzdem aus Komponenten zusammengesetzt werden können, die bereits existieren.“ finde ich recht gefährlich. Was sind denn Komponenten? Oder anders gesagt, bei wie vielen Webseiten kann man eine Mail-Adresse oder Domain in einem Formular eintragen und die gleiche Eingabe funktioniert eine Seite weiter nicht.

    Das erlebe ich nämlich ständig mit einer .info-Domain und auch bei größeren Anbietern. Denn „schnell mal eine Landingpage“ einrichten kann Kunden kosten.

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  3. Hmm, qualitativ ist dieser Artikel eher das unterere Ende der Qualitätsbandbreite deiner Veröffentlichungen.

    Sprachlich sehr holprig („ich glaube“, „Sichtware“, „viele Webentwicklung“), inhaltlich nicht deutlich genug (erst pro Framework, dann ist die Wahl von Symfony auf einmal ohne weitere Erläuterung falsch)

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