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Willkommen bei "the web hates me". Mittlerweile hat unser Team ein tolles neues Monitoringtool für Agenturen gelauncht. Unter dem Namen koality.io haben wir einen Service geschaffen, der er Agenturen ermöglicht mit sehr geringen Kosten alle Ihre Webseiten zu überwachen.

Projektwerkstatt: Das zweite Netz

Heute wollte ich mal was ganz abgefahrenes machen. Ich habe ja seit ein paar Tagen ein iPad (ich wollte mal ein wenig in die mobile Welt eintauchen) und dort gibt es das tolle Programm Dragon Dictation. Wäre doch also wunderbar, wenn ich mal einen Beitrag einfach so diktiere. Tja was soll ich sagen, ich kann das gar nicht. Es ist nicht so einfach die Texte, die man schreibt auch zu sprechen. Ok vorlesen würde gehen, aber sie aus dem Kopf direkt auf das iPad zu sprechen hat irgendwie nicht funktioniert. Vielleicht ist mein Gehirn ja nicht diktiertauglich. Ansonsten hat das Tool aber ganz gut geklappt – also wenn man nicht genuschelt hat. Egal, wir wollen mal zum heutigen Thema kommen.

In den letzten Jahren war es ja irgendwie ein Hype, sich eine Webseite oder Projekt zu nehmen, dass in den USA ganz groß ist und es für ein anderes Land unter anderem Namen aufzubauen. So ist zum Beispiel das StudiVZ oder Xing entstanden. Natürlich auch viele andere Seiten, aber die zwei sind bei mir jetzt gerade im Kopf. Man kann nicht sagen, dass die Macher der Portale nicht ordentlich Gewinn gemacht habe. Es hat sich richtig gelohnt.

Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass das heute nicht mehr so gut funktionieren würde. Ist es vielleicht so, dass das Internet internationaler geworden ist und man vielleicht gleich eine Seite aus Amerika nutzen würde? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist mir lange keine Seite mehr untergekommen, die durch kopieren Millionen verdient hätte. Da das im World Wide Web anscheinend nicht mehr so gut klappt, habe ich mir am Wochenende die Frage gestellt, ob es vielleicht einen anderen Weg gibt.

Kann es sein, dass sich ein kleines Parallelnetz aufgebaut hat? Und zwar ein Netz mit dem Namen Facebook? Ich halte mich derzeit auf Facebook fast so häufig auf, wie im Rest des Netzes. Ok ich sitze zur Zeit auch den ganzen Tag zuhause und kümmer mich um meinen kleinen und so kann ich Kontakt zur Außenwelt halten. Aber nehmen wir mal an, man findet eine tolle Idee, die bereits erfolgreich auf dem Markt ist. Würde es Sinn machen diese Idee als Facebook-App umzusetzen. Ich meine es spielen 60 Millionen Leute im Monat Farmville über Facebook. Wäre der Erfolg so groß, wenn es sich nur im WWW befinden würde?

Das waren also meine Gedanken zum Wochenende. Mich würde interessieren, wie ihr das seht? Kann ich ein Produkt nehmen, es kopieren und auf die Plattform Facebook heben und damit großen Erfolg haben?

Über den Autor

Nils Langner

Nils Langner ist der Gründer von "the web hates me" und auch der Hauptautor. Im wahren Leben leitet er das Qualitätsmanagementteam im Gruner+Jahr-Digitalbereich und ist somit für Seiten wie stern.de, eltern.de und gala.de aus Qualitätssicht verantwortlich. Nils schreibt seit den Anfängen von phphatesme, welches er ebenfalls gegründet hat, nicht nur für diverse Blogs, sondern auch für Fachmagazine, wie das PHP Magazin, die t3n, die c't oder die iX. Nebenbei ist er noch ein gern gesehener Sprecher auf Konferenzen. Herr Langner schreibt die Texte über sich gerne in der dritten Form.
Kommentare

10 Comments

  1. Hi,

    unmöglich scheint mir im Netz nichts mehr zu sein 🙂 Aber die Qualität sollte dennoch stimmen.
    Bei Online-Spielen ist es einfach ein bestehendes Spielkonzept erfolgreich „neu“ zu erfinden. Farmville ist ja ein super Beispiel. Es gibt fürs iPhone zig ähnliche Spiele, welche es unter die Top X schaffen.

    Direkt ein erfolgreiches Konzept oder (wie bei StudiVZ) direkt die ganze App 1zu1 kopieren (ohne CSS Kommentare von FB raus zu nehmen) mag schnelles Geld bringen aber sollte für uns (die guten) Entwickler kein Ansporn sein 🙂

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  2. @Nils Erfolg? Holtzbrink versucht seit mittlerweile zwei Jahren das Ding zu verkaufen und Facebook wills nicht haben. Also fuer die eigene Credibility haette man mindestens laengst abspringen muessen. 🙂

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  3. Ja kopieren heißt nicht gleich Erfolg. Und Erfolg im Sinne viele User heißt nicht Erfolg im Sinne viel Gewinn.
    Facebook ist ein gutes Beispiel dafür. Die Facebook macher verdienen soviel ich weiß schon recht gut daran. StudiVZ versucht eher schlecht als Recht da Geld raus zu holen.

    Genauso ist es bei den FB-Spielen. Manche sind echt schon in die Milliardengrenze vorgestossen mit ihrem Umsatz, andere versuchen noch die Entwicklungskosten einzuspielen. Es geht also nicht nur drum eine Anwendung zu haben, sondern vor allem wie man sie dann vermarktet!

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  4. Auch in der „heutigen“ Zeit gibt es doch genügend Beispiele für erfolgreiche Copy-Cats aus den USA, z.B.
    CityDeal, Copycat von Groupon und wurde schon von denen gekauft für eine dreistellige Millionensumme
    Zalando, Copycat von Zappos
    die ganzen Dating-Seiten

    Der Fokus hat sich eben mittlerweile von SocialNetworks in Richtung E-Commerce verschoben. Erfolgreiche Kopien von erfolgreichen Startups aus den USA gibt es auf jeden Fall noch genug.

    @Christian & Sven
    Ich verstehe immer nicht wieso StudiVz so einen schlechten Ruf hat. Man macht zurzeit sicherlich kein / wenig Gewinn, aber das Potential aufgrund der User-Basis ist enorm. Und der Invesotr / Besitzer scheint noch Vertrauen in das Produkt zu haben, sonst würde man ja nicht seit Jahren nur einstellen (http://www.meinvz.net/l/jobs). Und ich weiß auch nicht woher du wissen willst, dass Holtzbrink den Laden verkaufen will. Die Gerüchte gibt es überall immer wieder, richtiger werden Sie dadurch auch nicht.

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  5. @Ulf das ist ja gerade das Problem bei Studi. Ja es hat viiiiele User und es hat Potential. Aber das wars aktuell auch schon. Weil man kann aus dem riesigen Potential aktuell noch kein Geld machen. Und alle überlegen fleissig wie sie das endlich zu Geld machen können. Weil in DE geht das wohl auf Grund der Datenschutzrichtlinien nicht so einfach wie in den USA. Weil an sich haben die ja richtig gute und umfassende Daten der Nutzer. Die sind auch Gold wert.

    Groupon ist auch nix neues. Ein ähnliches Portal hatte ich für einen Kunden im Jahre 2000 auch mal gemacht! 😉 Wichtig bei so einem Portal ist nur, dass man eine hohe Akzeptanz und einen hohen Bekanntheitsgrad auf Seiten der Händler und Kunden hat. Erst mit einer hohen Durchlaufzahl funktioniert soetwas.

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  6. Habt ihr für diese Behauptungen eigentlich auch mal Fakten bzw. Quellen? Einfach in den Raum werfen, dass VZnet oder von mir aus auch dieser komische Verlag, nicht wissen wie se Kohle mit den drei(?) Netzwerken verdienen sollen ist schon blöd…

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  7. Naja Fakt ist doch eh das die Vz Netzwerke bezogen auf die Nutzerzahlen im freien Fall sind. Ob sie dann noch Gewinn machen ist da eh egal wenn das Ende abzusehen ist.

    Die Vz gruppe ist genau das warnende Beispiel das man ohne Eigene Ideen und nur schlecht umgesetzten Kopien auf dauer keinen Erfolg hat. Das ganze ist herzlos umgesetzt und das merkt man auch.

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  8. Etwas geplant erfolgreich machen? Niemals!

    Wärst du zu einem Investor oder eine Bank gegangen und hättest denen gesagt das du da so ein Spiel hast in dem man Gemüse züchten kann und seinen eigenen Bauernhof hat, alles in 2D ohne technischen Schnick-Schnack, ich glaube die hätten dir den nächsten greifbaren Aktenordner vor die Mappe gehauen.
    „What are you doing?“ Wen interessiert es? Und dann auch nur 140 Zeichen? Was soll der Blödsinn, ist ja nicht mal so lang wie eine SMS. Tja, Twitter ist aber dennoch erfolgreich. Sehr sogar.

    „Liebe Investoren, sehr geehrte Anleger. Stellen Sie sich mal vor Verkäufe rund Käufer könnten sich direkt via PC über das Produkt unterhalten. Und das sogar mit Videoübertragung! Stellen Sie sich das mal vor, dass wird der absolute Hit und bringt uns mächtig voran!“
    Gekauft und verkauft. Für 2,6 Milliarden gekauft und für 1,9 Milliarden wieder verkauft. Ein schlapper Verlust von 700.000 Millionen.

    Klar kann man relativ risikolos etwas in die Wege leiten. Ausgaben klein halten, mit den Füßen auf den Teppich bleiben usw. Aber sichergehen das etwas ein Erfolg wird, kann man nicht. Auch dann nicht, wenn man etwas erfolgreiches auf eine noch erfolgreichere Plattform transportiert.
    Du kannst eine App haben und 1.000 Leute sagen dir „Genial, brauchen wir unbedingt“. Am Ende hast du wenn es hoch kommt 2.000 Nutzer. Du kannst eine andere App haben von der jeder sagt das sie absolut nutzlos ist und völliger Tinnef. Du sagst dir „Was solls, pack ich es halt so ins Web“. Und dann wird das Ding der absolute Burner weil da irgendwo ein süßes Kätzchen durchs Bild hoppelt.
    Auf jede erfolgreiche Kopie kommen wahrscheinlich 100 völlig erfolglose. Facebook und seine riesige Nutzergemeinde ist kein Garant für Erfolg. Selbst ein gutes und stimmiges Konzept ist kein Garant dafür. Der größte Risikofaktor sind nämlich die Nutzer. Und die sind und bleiben unberechenbar.

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