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Willkommen bei "the web hates me". Mittlerweile hat unser Team ein tolles neues Monitoringtool für Agenturen gelauncht. Unter dem Namen koality.io haben wir einen Service geschaffen, der er Agenturen ermöglicht mit sehr geringen Kosten alle Ihre Webseiten zu überwachen.

Wie überwacht man eigentlich Online-Shops?

Das ist ganz einfach. Wir drücken die ganze Zeit F5 und schauen, ob der Shop noch da ist. Tadaaa! Monitoring aktiv. Ich hab ja nicht gesagt, dass wir uns heute darüber unterhalten, wie man das sinnvoll machen kann.

Na gut. Jetzt mal ernst. Wie kann ich prüfen, ob mein Shop noch funktioniert? Meiner Meinung nach gibt es da zwei Ansätze, die sehr gut zusammenpassen. Es gibt eine Außenansicht, also alles, was man so vom Shop sieht, bevor man sich anmeldet und eine Innenansicht: der Bereich, den man sieht, wenn man Produkte bestellt. Beides muss klappen.

Außenansicht

Also fangen wir doch einfach mal mit der Außenansicht an. Das klassische ist wohl die Uptime. Alle fünf Minuten schauen, ob noch ein 200 HTTP-Status-Code zurückkommt und die kritischste Fehlerklasse ist gebannt. Keine Komplett-Ausfälle mehr, bei denen die Server abrauchen. Großer Schritt in die richtige Richtung. Meist machen diese Uptime-Tools auch noch Performance mit.

Dann gibt es bei der Außenansicht noch ganz viel SEO. Wenn da was kaputt geht ist der Shop zwar erreichbar, aber da mittlerweile viel Traffic über Google und Co. kommt, kann dies trotzdem zu massiven Problemen führen. Hier kann man dann sowas wie Ryte und Xovi einsetzen. Die werden die kritischsten Sachen schon finden.

Die Außenansicht ist also schon mal ganz gut über Werkzeuge gut zu überwachen. Hier kann man entweder best of breed vorgehen und immer den besten Service für das jeweilige Thema nehmen oder man nimmt einen Allrounder, der sich im Monitoring auf alle Bereiche konzentriert, aber dafür nicht so tief geht. Ich empfehle die zweite Variante. Bei den meisten Tools nutzt man eh nur 20%. Ist zumindest mein Bauchgefühl.

Innenansicht

Die Innenansicht finde ich um einiges kniffliger. Hier gibt es sehr gute Werkzeuge, die zum Beispiel einen Nutzer im Browser simulieren und Käufe abschließen. Der Klassiker ist Selenium mit dem Webdriver, aber Puppeteer und cypress muss man sich hier anschauen. Alles tolle Tools. Wenn da nicht die Bedienung wäre.

In den meisten Fällen benötigt man technisches Grundwissen, um sie zu bedienen und stabile Tests hinzubekommen. Das mag uns Webentwicklern leicht fallen, „normalen“ Menschen aber nicht. Oder glaubt ihr, dass der Schuhladen von Nebenan weiß, wie man am besten seine HTML IDs sauber setzt, so dass man den Anmeldeknopf am stabilsten über einen XPath selektieren kann?

Die Antwort ist natürlich Nein. Dann macht das einfach die Agentur. Aber auch die hat da nicht immer Lust drauf, das zu machen, kann es nicht oder ist zu teuer dafür. Außenansicht ist einfacher, weil es ein gelösteres Problem ist. Falls es diesen Ausdruck gibt.

Wir können also dem Shopbetreiber nicht mit Klickstreckentools kommen, obwohl es super sinnvoll wäre, wenn er solche Tests hätte. Werden wir aber mal ein Stück konkreter. Wir wollen testen, ob in einem Online-Shop noch Käufe getetigt werden können. Wir nehmen immer den netten Fall, dass man Freitagabend aus dem Büro geht und Montagmorgen merkt, dass nichts verkauft wurde.

Implizites Testen ist hier für mich eine schöne Lösung. Wenn auch nicht perfekt, aber sehr einfach einzusetzen und mindestens gut. Wir testen nicht aktiv, ob wir Produkte kaufen können sondern reaktiv. Was bedeutet das? Wir schauen uns „einfach“ die Verkaufszahlen der letzten Stunde an. Wenn diese vom erwarteten Wert abweicht oder gar 0 ist, dann sollte man informiert werden. So findet man, wie beim Uptime Monitoring, den absoluten Worst-Case. Eine Stunde zu später. aber immerhin.

Das ganze kann man dann mit allen wichtigen betriebswirtschaflichen Kennzahlen machen und schwupps ist man sicherer als zuvor.

Shopware Monitoring

Nils wäre ja nicht Nils, wenn er das ganze nicht schon ausprobiert hätte. Ich habe ein Plugin entwichelt, das einen Shopware Shop überwacht. Wie sich das ganze angefühlt hat – ich hatte keine Ahnung von Shopware – will ich auch noch beschreiben, aber das dann später. Das ganze ist Open Source und kann gerne von allen da draussen erweitert werden.

Fazit

Es sollte möglich sein, auch für Laien, ein sauberes Monitoring auszusetzen. Es wird noch eine Zeit dauern, bis das alles perfekt funktioniert, aber wir sind kurz davor.

Über den Autor

Nils Langner

Nils Langner ist der Gründer von "the web hates me" und auch der Hauptautor. Im wahren Leben leitet er das Qualitätsmanagementteam im Gruner+Jahr-Digitalbereich und ist somit für Seiten wie stern.de, eltern.de und gala.de aus Qualitätssicht verantwortlich. Nils schreibt seit den Anfängen von phphatesme, welches er ebenfalls gegründet hat, nicht nur für diverse Blogs, sondern auch für Fachmagazine, wie das PHP Magazin, die t3n, die c't oder die iX. Nebenbei ist er noch ein gern gesehener Sprecher auf Konferenzen. Herr Langner schreibt die Texte über sich gerne in der dritten Form.
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