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PHP World Kongress 2008 – Tag 2

Mit etwas Verspätung möchte ich jetzt noch über den zweiten Tag des PHP World Kongress berichten. Der Tag begann mit einer Keynote von Jürgen Langner, seines Zeichens Global Marketing Director bei Zend. Unter dem Thema „PHP im Enterprise-Bereich“ zeigte er, wie sich PHP langsam aber sicher seinen Weg in große Unternehmen bahnt und das in solchen bereits erfolgreich Projekte umgesetzt werden. Einen Grund sieht er unter anderem darin, dass es mittlerweile nicht nur PHP selbst gibt, sondern ein ganzes Ökosystem drum herum. Insgesamt verglich er den aktuellen Stand von PHP im Enterprise-Bereich mit dem von Intel im Jahr 1969, als man den ersten 8-bit-Chip vorstellte.

Anschließend teilte sich die Veranstaltung in zwei Tracks auf. Im ersten Track ging es um Ajax mit PHP, was auch die Mehrzahl der Zuhörer fand, während im zweiten Track Martin Aschoff über die Entwicklung und Vermarktung von Open-Source-Applikationen sprach. Das hinter einem erfolgreichen Open-Source-Projekt weitaus mehr steckt als einfach nur irgendwo etwas zum Download anzubieten machte dieser Vortrag mehr als deutlich, vor allem wenn es darum geht ein Geschäftsmodell rund um die veröffentlichte Software aufzubauen. Aus Unternehmenssicht muss so etwas ebenso einen Business Case haben wie ein ganz normales neues Produkt, und das „Drumherum“ muss ebenfalls professionell sein: Dokumentation, Bug Tracker, Roadmap und Einstellen der Applikation bei SourceForge sind dabei nur einige offensichtliche Punkte der viel größeren Liste zu beachtender Punkte.

Nach der Mittagspause ging es in Track 1 weiter mit dem Test von PHP-Webanwendungen, dass ebenfalls großes Interesse fand. Wesentlich weniger Zuhörer fanden sich dagegen in der Veranstaltung von Track 2 ein, wo Piere Joye über PHP auf Windows sprach. Ich fand das geringe Interesse sehr erstaunlich, wo doch weit über die Hälfte aller PHP-Entwickler unter Windows arbeitet. Zunächst gab es einen schonungslosen Blick auf den aktuellen Zustand von PHP 5.2 unter Windows – zusammengefasst kann man nur sagen: es ist katastrophal. Bis Januar 2008 nur ein Entwickler, der sich um das Thema gekümmert hat, bis zu 10 Jahre alte verwendete Bibliotheken, ein 11 Jahre alter Compiler und das Interesse der PHP-Core-Entwickler an der Lauffähigkeit unter Windows nahezu null – Hauptsache es kompiliert. Ein produktiver Einsatz von 5.2 unter Windows sei auf gar keinen Fall zu empfehlen, so Piere Joye.

Das ändert sich glücklicherweise alles mit PHP 5.3, auch dank des Engagements von Microsoft. Das Team umfasst mittlerweile 10 Leute, in den letzten Monaten wurden alle verwendeten Bibliotheken auf den neuesten Stand gebracht, es kann nun mit einem aktuellen Compiler gebaut werden (allein das brachte mit dem üblichen PHP-Benchmark einen Performance-Gewinn von etwa 20%), und ein Windows-only-Bug in einem Release Candidate ist ab sofort im Gegensatz zu bislang ein Show-Stopper. Die Frage, warum Microsoft das tut, beantwortete Piere Joye mit einem einzigen Stichwort: Interoperabilität. Das ist es, was Kunden heutzutage fordern und dem sich auch Microsoft zu stellen hat.

Als letzten Vortrag gab es im Track 1 etwas zum Thema PHP Design Patterns, während im Track 2 ein Ausblick auf PHP 6 gegeben wurde. Da ich den ersteren Vortrag hielt blieb mir hier keine Wahl, und so habe ich kurz die Regeln für gutes Software-Design vorgestellt, kurz erläutert was Design Patterns eigentlich sind, um dann gleich ins Thema zu gehen und vom Einsatz des Singleton abzuraten, weil es ein schlechtes Pattern ist. Mehr dazu vielleicht in einem späteren Artikel. Neben kurz vorgestellten Beispielen aus der Gruppe der Erzeugungsmuster, Strukturmuster und Verhaltensmuster ging ich dann noch auf das Thema Dependency Injection ein, das bei diesem Thema nicht mehr wegzudenken ist. Natürlich konnte ich vieles auf Grund der Zeitbegrenzung nur anreißen – dem interessierten Zuhörer bleibt nicht erspart, sich selbst weiter zu informieren.

Als Abschluss sollte es noch eine Diskussion zur Zukunft von PHP geben – ob diese stattgefunden hat kann ich allerdings nicht mehr sagen, da ich bereits abreisen musste. Vielleicht liest ein Teilnehmer mit und kann dazu noch kurz etwas in den Kommentaren schreiben.

Über den Autor

Frank Kleine

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